21.12.2016 Neue Koordinaten für den amtlichen Raumbezug

Integrierter Raumbezug 2016
Im September 2016 hat das Plenum der Arbeitsgemeinschaft der Vermessungsverwaltungen der Länder (ADV) beschlossen, eine neue Realisierung des amtlichen geodätischen Raumbezugs einzuführen. Dieser neue Raumbezug wird auch als "Integrierter Raumbezug 2016" bezeichnet.

Durch den integrierten Raumbezug 2016 stellen die Vermessungsverwaltungen der Länder der Bundesrepublik Deutschland einheitliche und hochgenaue Koordinaten für Lage und Höhe sowie für Schwerewerte bereit. Dafür sind zwischen 2006 und 2012 umfangreiche Neuvermessung in Deutschland, vorgenommen worden. Die bisher gültigen theorethischen Grundlagen und die Datumsfestlegung des Raumbezuges wurden nicht verändert. Es wurden jedoch verbesserte Messtechniken und verbesserte Auswertealgorithmen verwendet die zu den neuen Koordinaten, Höhen und Schwerewerten führten.

Eine große Neuerung ist, dass die bisher einzeln betrachteten Lage-, Höhen- und Schwerefestpunktfelder nun in der Messung und Auswertung zusammenhängend (integriert) betrachtet wurden.

Das Nivellementnetz 1. Ordnung wurde bundesweit komplett neu vermessen. Auf Basis dieser Vermessung wurde das Deutsche Haupthöhennetz 2016 (DHHN2016) berechnet. Dieses Höhennetz löst  das DHHN92 ab welches auf Daten basiert die mitlerweile auch schon wieder ca. 40 Jahre alt sind.
In Abhängigkeit der Höhe über Null weisen die Höhen im DHHN2016 gegenüber den Höhen im DHHN92 Abweichungen von  ca. 1 (Flachland) bis 5 cm (Gebirgsregionen) auf. Die neuen Höhen der Festpunkte werden in allen Landesvermessungsbehörden bis zum 30. Juni 2017 als amtliche Höhen eingeführt. Die Bezeichnung der Höhen lautet „Höhen über Normalhöhen-Null (NHN) im DHHN2016“.

Während der Neuvermessung wurden auch hochgenaue GPS Messungen durchgeführt. Durch diese Messungen wurde eine neue Realisierung  des Europäischen Terrestrischen Referenzsystems in Deutschland berechnet. Das ETRS89/DREF91- Realisierung 2016 hat eine höhere innere Genauigkeit und weicht in der Lage nur geringfügig von der bisherigen Realisierung ab. Die neuen Koordianten wurden von allen Landesvermessungen am 01.12.2016 eingeführt.

Für das Schwerefestpunktfeld wurden ergänzende Absolutschweremessungen durchgeführt und ausgewertet. Die bisherigen und die neuen Daten bilden das Deutsche Hauptschwerenetz 2016 (DHSN2016) und ersetzen das DHSN96 bei gleichbleibendem Schwereniveau. Zusätzlich wurden im Land- und Meeresbereich, zum Schließen von Datenlücken, flächenhafte Relativschweremessungen durchgeführt. Mit diesen Daten wurde das German Combined QuasiGeoid (GCG) verbessert. Durch den neuen integrierten Raumbezug ist das GCG2016 konsistent zum DHHN2016 und dem ETRS/DREF91 - Realisierung 2016.

Für die vereinfachte Umstellung der Daten wurde ein Transformationsmodell HOETRA2016 bereitgestellt. Zu beachten ist, dass das Modell keine zeitlichen Höhenänderungen in Bodenbewegungsgebieten (Bergbaugebiete) berücksichtigt. Das Modell bietet keine Neuberechnung unter höchsten Genauigkeitsaspekten. Es bietet aber den Anwendern eine einfache Möglichkeit zur Umrechnung der Daten.


Transformationsmodell HOETRA2016

Pressemeldung der ADV zur Einführung des integrierten Raumbezugs


28.11.2016 Arbeitsplatz Erde - Version Brandenburg und Berlin

Die LGB hat in Zusammenarbeit mit den Berufsverbänden eine Broschüre im Rahmen der Nachwuchsinitiative erstellt
Die Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg (LGB) hat in Zusammenarbeit mit den Berufsverbänden im Rahmen der Nachwuchsinitiative die Broschüre "Arbeitsplatz Erde" für die Region Brandenburg und Berlin erstellt. Ziel der Initiative ist es auch in Zukunft sicher zu stellen, dass ausreichend Fachkräfte für den Bereich, Vermessung & Geoinformatik zur Verfügung stehen. Durch die Broschüre sollen Schulabgänger für eine Ausbildung im Bereich der Geodäsie & Geoinformatik begeistert werden. Die Broschüre zeigt auf, welch breites Betätigungsfeld sich im Bereich der Vermessung und Geoinformation bietet und welche im Alltag täglich genutzen Angebote und Dienste nur durch die Arbeit der Vermesser und Geoinformatiker möglich sind.


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18.11.2016 Vermessungsentgeltverzeichnis novelliert

Das novellierte Entgeltverzeichnis für das Land Brandenburg Vermessungsentgeltverzeichnis - VermEVz ist seit 17.11.2016 in Kraft
Das novellierte Entgeltverzeichnis für das Land Brandenburg (Vermessungsentgeltverzeichnis - VermEVz) ist seit dem 17.11.2016 in Kraft. Das Entgeltverzeichnis regelt die Kosten für die Bereitstellung von Geobasisdaten in analoger oder digitaler Form (inklusive WMS - Daten und Zugriffe auf Datenbanken). Außerdem enthält das Verzeichnis Regelungen für den Weiterverkauf von Daten bzw. die interne und externe Nutzung der Daten (auch wenn sie veredelt wurden). Unter anderem finden sich Regelungen zu Datensätzen für
  • Digitale Landschaftsmodelle (DLM)
  • Digitale Geländemodelle (DGM)
  • Digitale Orthophotos (DOP)
  • Digitale Topographische Karten
  • 3D-Gebäudemodelle
  • Bodenrichtwerte
und vieles mehr.

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18.11.2016 Vertragsverletzungsverfahren der EU gegen Deutschland

Die EU Kommission hat wegen der HOAI gegen Deutschland Klage beim EU Gerichtshof eingereicht
Die EU Kommission hat im Rahmen ihres monatlichen Pakets zu Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland die Klageerhebung zum EuGH beschlossen. Grund der Klage ist die Verordnung über die Honorare für Architekten- und Ingenieurleistungen (Honorarordnung für Architekten und Ingenieure–HOAI). Die HOAI ist eine Verordnung des Bundes und regelt in Deutschland Mindest- und Höchsthonorare für Architekten- und Ingenieurleistungen die in Deutschland erbracht werden. Die Aktuelle HOAI ist seit Juli 2013 gültig. In der HOAI werden die Vergütungen der Leistungen von Architekten und Ingenieuren geregelt, die Planungsleistungen in den Bereichen der Architektur, der Stadtplanung und des Bauwesens erbringen. Ausgenommen von diesen Regelungen sind unter anderem Ingenieure, die in den Bereichen Umweltverträglichkeit, Bauphysik, Bodenmechanik oder Vermessungswesen tätig sind. Für sie wurden lediglich nicht verpflichtende Regelungen aufgestellt.

Die EU Kommission hat bereits 2015 das Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland eingeleitet. Nach Ansicht der EU Kommission verstößt die HOAI gegen die Diesnstleistungsrichtlinie der EU. Mit der Dienstleistungsrichtlinie will die EU Kommission erreichen das Anbieter von Dienstleistungen leichter in der EU Dienstleistungen erbringen können ohne in der Praxis mit einer Anzahl nationaler Vorschriften konfrontiert zu sein.
Mit dem Beschluss der EU Kommission ist noch nicht die eigentliche Klageeinreichung erfolgt. Nach bisherigen Erfahrungen wird die die Klage in ca. 1 – 3 Monaten eingereicht. Die Bundesregierung (unter Federführung des BMWi) hat nach der Klageerhebung 2 Monate Zeit zur Klageerwiderung. Das Klageverfahren wird wahrscheinlich  ca. 24 Monate dauern (abhängig von der Komplexität des Verfahrens).


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15.11.2016 Veröffentlichung der neuen Brandenburgischen Bauvorlagenverordnung

Brandenburgische Bauvorlagenverordnung im Gesetz und Verordnungsblatt veröffentlicht
Die neue Verordnung über Vorlagen und Nachweise in bauaufsichtlichen Verfahren im Land Brandenburg (Brandenburgische Bauvorlagenverordnung – BbgBauVorlV) vom 7. November 2016 wurde am 14.11.2016 im Gesetz- und Verordnungsblatt des Landes Brandenburg Teil II, 2016, Nummer 60 veröffentlicht.

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09.11.2016 - Landtag beschließt Novellierung des Brandenburgischen ÖbVI-Gesetz

Brandenburgisches ÖbVI-Gesetz in 2. Lesung beschlossen

Der Brandenburgische Landtag hat am 9. November 2016 in 2. Lesung über die von der Landesregierung vorgelegte Novellierung des Gesetzes über die Öffentlich bestellten Vermessungsingenieurinnen und Vermessungsingenieure beraten und die im Innnenausschus geringfügig modifizierte Fassung des Gesetzentwurfes beschlossen. Der modifizierte Gesetzentwurf fand die Unterstützung sämtlicher Fraktionen.


Videos der Parlamentsdebatte

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07.11.2016 Brandenburgisches ÖbVI-Gesetz passiert Innenausschuss

Novellierung des Brandenburgischen ÖbVI Gesetzes
Der Ausschuss für inneres und Kommunales des Brandenburgischen Landtages hat in seiner 23. Sitzung dem Entwurf des gesetzes über die Öffentlich bestellten Vermessungsingenieurinnen und Öffentlich bestellten Vermessungsingenieure im Land Brandenburg (Brandenburgisches ÖbVI-Gesetz – BbgÖbVIG) zugestimmt. Damit hat das Gesetzt eine weitere Hürde genommen. Die 2. Lesung im Parlament soll am 09.11.2016 erfiolgen.

13.10.2016 Artikel in der Märkischen Oderzeitung

Finkenschlag Bernau Ladeburg ist freigegeben
© MOZ/Sergej Scheibe

In der Märkischen Oderzeitung vom 13.10.2016 ist der unten stehende Artikel zur Freigabe der Straße "Finkenschlag" erschienen. Dieses Bauvorhaben wurde von unserem Büro begleitet.  Zum Zeitpunkt der offiziellen Freigabe führten Mitarbeiter unseres Büros die letzten Vermessungen zur Erstellung der Bestandsunterlagen durch.

Artikel aus der Märkischen Oderzeitung (Quelle:http://www.moz.de/details/dg/0/1/1522359/)

Ladeburg (MOZ) Mit dem "Finkenschlag" ist die letzte Straße in dem Ladeburger Wohngebiet ausgebaut worden. Die Siedlungsstraße wurde jetzt auch offiziell für den Verkehr wieder freigegeben. Anwohner, Bauarbeiter, Planer und Mitarbeiter verschiedener Ämter feierten den Abschluss der Bauarbeiten am Dienstag gemeinsam.

Auch wenn das Vorhaben den Straßenbau in der Siedlung beschließt, so hat es doch eine lange Vorgeschichte. Vor mehr als zehn Jahren hatte sich der Investor "verabschiedet", und zwar bevor er die eigentlich geplante Straße ausgebaut hatte, wie Bauamtsleiterin Simone Rochow noch einmal zurückblickte. Die Stadt sprang schließlich ein, musste die Planung jedoch neu ordnen. Ursprünglich waren zwei Straßen vorgesehen, die jedoch eine ungewöhnliche Erschließung der Grundstücke bedeutet hätte. 2015 fand die erste Anliegerversammlung statt und innerhalb nur eines Jahres wurde das gesamte Vorhaben dann realisiert. Für die nicht auszuschließenden Belästigungen während der Arbeiten bat Baudezernent Jürgen Jankowiak die Anlieger noch einmal um Verständnis.

Die Siedlungsstraße wurde in den vergangenen Monaten auf ihrer gesamten Länge von 420 Metern grundhaft ausgebaut und war daher voll gesperrt. Der erhebliche Aufwand zeige sich an den vielen Einzelmaßnahmen, unterstreicht die Stadtverwaltung: So wurde im vergangenen Herbst noch vor Beginn der Straßenbauarbeiten ein neuer Teich am Finkenschlag angelegt, der an einen Regenkanal angeschlossen wurde, um Überschwemmungen zu vermeiden. Ab Mai wurden dann neue Gas- und Trinkwasserleitungen verlegt, die Fahrbahn von Grund auf neu gebaut, ein Gehweg gepflastert und insgesamt 14 Laternen mit moderner LED-Beleuchtung aufgestellt. "Früher", erzählte ein Anwohner unter dem Pavillon, "war hier alles stockdunkel, wenn man im Winter abends nach Hause kam." Torsten Balk vom städtischen Bauamt zeigt sich sehr zufrieden: "Das war ein umfangreiches und intensives Projekt, das reibungslos gelaufen ist."

Kommen die Vorgärten durch die neue Straße bereits gut zur Geltung - der Einsatz der Anlieger ist deutlich zu sehen -, so werden noch in diesem Herbst die ersten Straßenbäume gepflanzt. Auf Wunsch der Anwohner sind es Linden, sagte Simone Rochow. Insgesamt werden 26 Winterlinden gesetzt, als Ersatz für die Bäume, die gefällt werden mussten.

Parkende Autos am Fahrbahnrand - Lieferfahrzeuge oder die Autos von Besuchern - sollen auf der schmalen Straße dafür sorgen, dass entsprechend langsam gefahren wird. Aufpflasterungen führen oftmals zum häufigen Bremsen und Anfahren und auch zu Lärmbelästigungen. Stellplätze für die Wagen der Eigentümer sind auf den Grundstücken vorgesehen.

Die Stadt investierte rund 450000 Euro für den Ausbau des Finkenschlags. Die Anlieger sind mittels Beitragszahlungen an den Kosten für den Straßenbau beteiligt.

16.09.2016 - Intergeo 2016 in Hamburg

Fachmesse der Geodäten startet bald

Die Leitmesse für Geodäsie, Geoinformatik und Landmanagement findet dieses Jahr vom 11. bis 13. Oktober in Hamburg (Hamburger Messe) statt.
Es werden über 550 Aussteller aus 30 Ländern auf 30000m² ihre Produkte präsentieren. Für den zeitgleich stattfinden Kongress haben sich 1500 Personen angemeldet.

Die Messe kann täglich von 9:00 bis 18:00 besucht werden.

Intergeo 2016

 

14.09.2016 - Brandenburgisches ÖbVI Gesetz

Novellierung des Brandenburgischen ÖbVI Gesetzes
Die Landesregierung hat in der Kabinettssitzung am 4. Mai 2016 dem Entwurf des Gesetzes über die Öffentlich bestellten Vermessungsingenieurinnen und Öffentlich bestellten Vermessungsingenieure im Land Brandenburg (Brandenburgisches ÖbVI-Gesetz – BbgÖbVIG) zugestimmt. Der Gesetzesentwurf wurde  am 13. Mai 2016 in den Landtag eingebracht. In der Sitzung des Ausschusses für Inneres und Kommunales am 15.09.2016 soll die abschließende Beratung zum Gesetzesentwurf erfolgen.

Entwurf Brandenburgisches ÖbVI GesetzPDF herunterladen

23.07.2016 - Bundesratsinitiative zur Grundsteuerreform

Hessen und Niedersachsen stellen Bundesratsinitiative vor

Nach vielen Jahren Diskussion haben sich 14 Bundesländer auf eine Bundesratsinitiative zur Reform der Grundsteuer geeinigt. Dabei werden die Bundesländer von den kommunalen Spitzenverbänden unterstützt. Die Bundesländer Hessen und Niedersachsen werden entsprechend der Einigung Gesetzesentwürfe als Bundesratsinitiative einbringen.

Die Grundsteuer ist mit jährlich ca. 13 Milliarden Euro eine wichtige Einnahmequelle der Gemeinden. Das aktuell gültige Grundsteuergesetz könnte durch das Bundesverfassungsgericht als nicht verfassungsgemäß eingestuft werden. Das Problem besteht darin, dass die Grundsteuer auf Basis jahrzehnte alter Wertverhältnisse beruht (Westdeutschland 1964 und Ostdeutschland 1935). Sollte das Bundesverfassungsgericht das Gesetz als nicht verfassungskonform einstufen würde die Gemeinden vor einem großen Finanzierungsproblem stehen. Da der Bund als Gesetzgeber bisher nicht gehandelt hat werden nun die Bundesländer aktiv. Durch das neue Gesetz soll die Grundsteuer auf ein aktuelles Wertefundament gestellt werden welches regelmäßig angepasst werden soll. Damit sollen auch Ungerechtigkeiten, die aus der überalterten Basis für die Wertverhältnisse resultieren beseitigt werden. Einige Bürger zahlen deswegen zu viel Grundsteuer und andere zu wenig. Ziel ist es die Grundsteuer gerecht zu erheben ohne das die Steuermehreinnahmen erhöht werden.

Zur Berechnung der neuen Grundsteuer ist eine Neubewertung von ca. 35 Millionen Grundstücken und land- und forstwirtschaftlicher Betrieben erforderlich. Das Bewertungsverfahren soll möglichst einfach gehalten werden damit die Bewertungen regelmäßig fortgeschrieben werden können ohne wieder einen so großen Bewertungsstau wie zur Zeit zu erhalten. Durch das einfache Verfahren müssen Pauschalisierungen erfolgen, aber die wichtigen Wertefaktoren (Bodenrichtwerte, Wert des Gebäudes usw.) werden in Bewertungsverfahren berücksichtigt. Hier wurde laut den Bundesländern ein Kompromiss zwischen Einfachheit und Genauigkeit erreicht.

01.07.2016 - Boris ist ein halbes Jahr Online

Boris - Bodenrichtwerte Land Brandenburg

Seit einem halben Jahr ist BORIS Brandenburg, dass amtliche Bodenrichtwert-Portal der Gutachterausschüsse für Grundstückswerte im Land Brandenburg online. Mit Hilfe des Bodenrichtwert-Portals können die Bodenrichtwerte einschließlich zusätzlicher ausgewählter Informationen digital durch jeden Internetnutzer abgerufen werden. Der derzeitige aktuellste Stichtag ist der 31.12.2015. Es können aber auch Bodenrichtwerte mit Stichtagen aus den Jahren 2010 bis 2014 abgerufen werden. Eine Ausgabe der Ergebnisse im PDF - Format ist nur für regestrierte Nutzer möglich.Die Suche kann sowohl über Katasterdaten (Gemarkung, Flur, Flurstück) als auch über Adressdaten erfolgen.
Mit dem Portal können auf einfache und schnelle Weise die Bodenrichtwerte im Land Brandenburg für Gutachter, Kaufinteressenten, Eigentümer oder interessierte Leute abgerufen werden.

Das Portral finden sie unter folgendem Link: https://www.boris-brandenburg.de/boris-bb/

28.04.2016 - Novellierung der Brandenburgischen Bauordnung

neue Bauordnung soll zum 01.07.2016 in Kraft treten
Am 22.12.2015 hat das Kabinett der Brandenburgischen Regierung den Gesetzentwurf für die neue Brandenburgische Bauordnung verabschiedet. Die erste Lesung des Gesetzentwurfs fand am 20.01.2016 im Brandenburgischen Landtag statt. Die Beschlussempfehlung des Ausschusses für Infrastruktur und Landesplanung wurde am 28.04.2016 in der 2. Lesung angenommen. Brandenburg folgt damit den anderen Bundesländern auf dem Weg der Vereinheitlichung der Landesbauordnungen.

Die wichtigsten Neuerungen sind:

  • die Einführung eines fünfstufigen Gebäudeklassensystems
  • die Übernahme der Brandschutzanforderungen und des Sonderbautenkatalogs der Musterbauordnung
  • Rauchmelderpflicht für Wohnungen (bestehende Wohnungen müssen bis 2020 entsprechend nachgerüstet werden)
  • ein Objektplaner ist nicht mehr erforderlich (Koordinierung des Bauablaufs und die Bauüberwachung soll von einem Bauleiter wahrgenommen werden)
  • zukünftig soll es auch in Brandenburg qualifizierte Tragwerks- und Brandschutzplaner geben
  • für planfestgestellte oder plangenehmigte bauliche Anlagen wird die Geltungsdauer der Baugenehmigung an die Geltungsdauer des Planfeststellungsbeschlusses oder der Plangenehmigung geknüpft

Beschlussempfehlung Brandenburgische BauordnungPDF herunterladen

Gesetzentwurf Brandenburgische BauordnungPDF herunterladen

11.01.2016 - Bericht in der Verbandszeitung des NWA

Viel in moderne Technik investiert
Foto: Spree PR/Lichtenberg
Im Dezember 2015 erschien unten stehender Bericht über das Vermessungsbüro Dipl.-Ing. Kühne in der Verbandszeitung "Niederbarnimer Wasser Zeitung" (NWZ) des Niederbarnimer Wasser- und Abwasserzweckverband (NWA).


Vermessungsbüro Kühne: Mehr als nur korrekte Zahlen

Viel in moderne Technik investiert


"Seit ca. zwei Jahren ist das Vermessungsbüro Kühne aus Finowfurt für den NWA tätig. Es war zum Beispiel an der Schmutzwassererschließung in der Zühlsdorfer Steinpfuhlsiedlung sowie am Entstehen der Abwasserdruckleitung von Zühlsdorf nach Zehlendorf beteiligt.

Am 1. September 2004 war es soweit: Dipl.-Ing. Christoph Kühne bekam die Urkunde als öffentlich bestellter Vermessungsingenieur (ÖbVI). Damit war für ihn der Weg frei, ein Unternehmen in Finowfurt zu gründen. Er begann in einer Bürogemeinschaft, hatte anfangs zwei Mitarbeiter. Heute beschäftigt er in seinem Vermessungsbüro 18 Angestellte und zwei Auszubildende. Auf dem Gebiet der "hoheitlichen" Aufgaben als ÖbVI ist er mit seinem Team in ganz Brandenburg tätig, im "Ingenieurbereich" (privatrechtliche Aufträge) in Ostdeutschland und Berlin. Sie erstellen amtliche Lagepläne für Bauanträge, arbeiten zum Beispiel für Projekte des Aufbaus von Photovoltaikanlagen und Windrädern. Sie messen in tiefen Gewässern ebenso wie für mehrgeschossige Gebäude.

Das Wachstum seines Unternehmens wurde hart erarbeitet. "Auch öffentlich bestellte Vermessungsingenieure müssen sich im Konkurrenzkampf behaupten. Korrekte Zahlen zu liefern ist kein Wettbewerbsvorteil, sondern eine Selbstverständlichkeit. Es kommt darauf an, mit größtmöglicher Effektivität zu arbeiten. Die zu übergebende Unterlagen müssen professionell gestaltet sein, und sie müssen dem Auftraggeber gut erläutert werden. Die Qualität der Kommunikation mit dem Kunden ist zunehmend wettbewerbsentscheidend", erläutert Christoph Kühne gegenüber der NWZ.

Sein Unternehmen profitiert davon, kräftig in moderne Technik zu investieren. So ist es in der Lage, viele Aufgaben als "Ein-Mann-Trupp" zu erledigen. Es setzt auch das hochmoderne 3D-Laser-Scanning ein, faszinierende Messtechnik, mit der die Realität in bisher nicht gekannter Detailtreue abgebildet wird. Oftmals muss dafür das Objekt nicht einmal betreten werden."

02.12.2015 - BGH-Urteil: Auf die tatsächliche Wohnfläche kommt es an

Öffentlich bestellte Vermessungsingenieure (ÖbVI) bieten rechtssichere und unabhängige Wohnflächenermittlung
Wohnfläche (c) Robert Lehmann
Viele Mieter und Vermieter sind seit dem jüngsten Urteil des Bundesgerichtshofs verunsichert: Der BGH hat am 18. November 2015 entschieden, dass bei einer Mieterhöhung nur die tatsächliche Mietfläche ausschlaggebend ist. Dies gelte auch, wenn die im Mietvertrag vereinbarte Wohnfläche von der tatsächlichen Wohnfläche abweicht und selbst dann, wenn die Abweichung unter der bisherigen Toleranzgrenze von 10 Prozent liegt (BGH, Az. VIII ZR 266/14).
 
Zu den Folgen des Urteils für Vermieter und Mieter sagt Hans Ulrich Esch, Vizepräsident des Bundes der Öffentlich bestellten Vermessungsingenieure (BDVI):

„Wer die genaue Größe seiner Wohnung nicht kennt, verschenkt möglicherweise jeden Monat bares Geld. Eine präzise Bestimmung der tatsächlichen Mietfläche kann sich rechnen. Eine solide Wohnflächenermittlung basiert auf einer exakten Vermessung der Wohnung unter Berücksichtigung der zugrunde liegenden Berechnungsvorschriften und Gesetze. „Ohne fachliche Hilfe ist es oft schwierig, den korrekten Wert für die anrechenbare Wohnfläche und damit die Miete zu ermitteln. Und auch vor Gericht halten Berechnungen, die nicht von einem Experten erstellt wurden, im Zweifel nicht stand. Umso wichtiger ist es im Streitfall für Mieter und Vermieter, über verlässliche und rechtskonforme Expertisen zu verfügen, wie sie zum Beispiel Öffentlich bestellte Vermessungsingenieure erstellen"  - so Esch.

Zur Wohnflächenbestimmung nutzen Öffentlich bestellte Vermessungsingenieure (ÖbVI) effektive wissenschaftlich-technische Messverfahren unter Berücksichtigung der jeweils zutreffenden rechtlichen Vorschriften, insbesondere der Wohnflächenverordnung (WoFlV). Mieter oder Vermieter erhalten als Ergebnis ein Dokument, das vor Gericht, bei Schlichtungsverhandlungen oder als Grundlage einer neuen Mietvertragsgestaltung verwendbar ist.

 
Quelle: Bund Deutscher Vermessungsingenieure (BDVI -www.bdvi.de)

06.06.2014 QR Code

Unsere Hompage ist jetzt auch über einen QR Code aufrufbar
Usprünglich wurde der QR-Code vom Unternehmen Denso für den Toyota Konzern entwickelt um Baugruppen und Komponenten im Logistik - System des Konzerns einfach erfassen zu können. Mittlerweil wird der QR Code in vielen anderen Bereichen eingesetzt.
Unter anderem kann im QR Code auch der Link für eine Internetseite codiert werden. Durch die Nutzung eines Smartphone in Verbindung mit einer AP zum QR Code scannen können so Internetseiten aufgerufen werden ohne die URL im Browser eingeben zu müssen.
Der QR Code besteht aus schwarzen und weißen Quadraten die die kodierten Daten binär darstellen. Die schwarzen und weißen Quadrate bilden zusammen eine quadratische Matrix. Spezielle markierungen in drei Ecken dieser Matrix geben die Orientierung vor. Der Code ist so aufgebaut das bis zu einem Verlust von 30 Prozent der schwarzen und weißen Quadrate immer noch die binär verschlüsselte information dekodiert werden kann.).