Lexikon

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Abschreibung

Möchte ein Eigentümer sein Grundstück oder ein Teil seines Grundstücks verkaufen oder verschenken wird das Grundstück oder der Grundstücksteil von seinem Grundbuchblatt auf ein anderes (bestehendes oder neues) Grundbuchblatt des Käufers/Beschenkten übetragen. Diesen Vorgang nennt Abschreibung. Im Bestandsverzeichnis des Grundbuchblatts sind die abgeschriebenen Grundstücke bzw. Grundstücksteile chronologisch in der Spalte Abschreibungen aufgeführt (Spalte 7 und 8).
Ein weiterer Anlass für eine Abschreibung kann sein, dass nur ein Teil des Grundstücksbestandes beliehen, bzw. mit Grundpfandrechten belastet werden soll. Das abgeschriebene Grundstück erhält im neuen Grundbuch eine neue laufende Nummer. Die Regelungen über die Abschreibung befinden sich in § 7 der Grundbuchordnung (GO).


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Abweichung / Antrag auf Abweichung

Durch die Teilung eines Grundstücks, das bebaut oder dessen Bebauung genehmigt ist, dürfen keine Verhältnisse geschaffen werden, die den Vorschriften der Brandenburgischen Bauordnung entgegenstehen. Der Öffentlich bestellen Vermessungsingenieur muss vor der Durchführung einer der Teilung vorausgehenden  Zerlegungsvermessung prüfen ob durch die Zerlegungsvermessung die Vorschriften der Brandenburgischen Bauordnung beeinträchtigt werden.
Das ist z.B. der Fall wenn eine Abstandsfläche die geplante neue Grenze überschreitet oder einzelne Bauteile (z.B. ein Dachüberstand) über die geplante Grenze ragen. Möchte ein Eigentümer dennoch eine Grundstücksteilung entgegen den Vorschriften der Bauordnung vollziehen ist ein Antrag auf Abweichung bei der zuständigen unteren Baubehörde erforderlich. Die Unterlagen zu einem Abweichungsantrag erstellt der Öffentlich bestellte Vermessungsingenieur für seinen Auftraggeber.


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Auflassung

Unter Auflassung versteht man die Einigung des Verkäufers mit dem Käufer zur Übertragung des Eigentums an einem Grundstück (§ 925 Bürgerliches Gesetzbuch).
Die Auflassung muss bei gleichzeitiger Anwesenheit des Verkäufers und des Käufers von einem Notar beurkundet werden.

 

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Abmarkung

Unter Abmarkung versteht man die örtliche Kennzeichnung von Flurstücksgrenzen durch Grenzzeichen (Grenzsteine, Einsenrohre. usw).
Unter bestimmten Voraussetzungen oder auf Antrag der Beteiligten kann von einer Abmarkung abgesehen werden. Die Abmarkung selbst ist ein feststellender beurkundender Verwaltungsakt.


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F

Flur

Die Flur ist eine Buchungseinheit (Ordnungseinheit) des Katasters. Eine Flur fasst mehrere Flurstücke (die kleinste Buchungseinheit des Katasters) zusammen.

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Flurstück

Das Flurstück ist ein begrenzter Teil der Erdoberfläche der im Liegenschaftskataster unter einer besonderen Bezeichnung geführt wird. Im Liegenschaftskataster ist das Flurstück die kleinste Buchungseinheit (Ordnungseinheit). Für jedes Flurstück wird eine Flurstücksnummer vergeben die innerhalb einer Flur nur einmal vorkommen darf.

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G

Gemarkung

Die Gemarkung ist eine Buchungseinheit (Ordnungseinheit) des Katasters. Eine Gemarkung fasst mehrere Fluren einer Gemeinde zusammen. Jede Gemarkung hat einen Namen. Häufig ist der Gemarkungsname identisch mit einem Ort der innerhalb der Gemarkung liegt.

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V

Verschmelzung

Bei der Verschmelzung von Flurstücken werden benachbarte Flurstücke zu einem Flurstück verschmolzen (zusammengefasst). Dies ist ein katastertechnischer Vorgang, welcher einen örtlichen und wirtschaftlichen Zusammenhang voraussetzt. Die Flurstücke müssen dem gleichen Grundstück im Rechtssinn angehören. Das bedeutet sie müssen im Grundbuch auf dem gleichen Grundbuchblatt unter einer laufenden Nummer gebucht sein. Sollte dies nicht der Fall sein muss erst eine grundbuchrechtliche Vereinigung der Flurstücke erfolgen. Im Ergebnis erhält man ein neues Flurstück mit einer neuen Flurstücksnummer.


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